machina ex: theatrale point'n'click adventures in lebensechter graphik

Start: Game ON Stage – Level One!

dsc_0136Das neue Design steht fest, die “15.000 Gray”-Kisten sind ausgepackt, die Bombe geschärft und die Zocker-Lounge eingerichtet! Selbst Orkan-Sandy hat erbarmen und lässt Philip und Laura gerade noch rechtzeitig aus New York nach Düsseldorf einfliegen, wo sie heute Abend ankommen. Pünktlich zum Startschuß von GAME ON STAGE, dem zweijährigen Kooperationsprojekt von machina eX und FFT Düsseldorf. Die Spannung steigt: Was wird uns in den nächsten zwei Jahren erwarten? Wie wird sich unser Format entwickeln? Welche Grenzen zwischen Theater und Game werden wir noch einreißen und wo soll das alles hinführen? – Werden wir überhaupt richtig ankommen in diesem kalten, großen Düsseldorf? Zum Glück steht uns das FFT mit Rat, Tat und viel Kaffee zur Seite! So ist auch die Küche in der Spielstätte Juta, mit ihren breiten Ledersofas und tausend Kaffeekannen, der erste Ort hier den wir lieben. Der zweite ist wohl das, vom Chaos Computer Club Düsseldorf umgebaute, ehemalige Bordell in der Hüttenstrasse! Hier hat sich der Club eine Zentrale errichtet, von der aus er wohl irgendwann die digitale Welt beherrscht. Im ersten Vortrag, den wir hier mithören dürfen, geht es dann auch direkt darum, wie einfach Passwort-Sperren auf Android-Geräten zu umgehen sind. Natürlich soll nur auf diese Sicherheitslücke aufmerksam gemacht werden – ist ja klar! Wir werden euch hier im Blog und auf unserer Facebook-Seite auf dem Laufenden halten, was für Räume und Visionen wir noch entdecken…

In dieser Woche feiern wir erstmal unseren Einstand mit dem Level One: Wir sammeln begeisterte “15.000 Gray”-Spieler, suchen Schnittstellen und essen haufenweise gratis Popcorn in der Zocker-Lounge (Spielstätte Juta des FFT, oberes Foyer). Kommt uns besuchen, wir fordern euch heraus zu einer Runde Videospielen! Und natürlich dürft ihr nicht das Barcamp zum Thema “Gaming und Theater” verpassen, das den Höhepunkt des Level One markiert und am 11.11. um 11 Uhr stattfindet. In dieser offenen Konferenz sind wir auf euren Input angewiesen! Hier könnt ihr endlich eure Visionen für das nächste machina eX Game loswerden, oder allgemeinere Spielprinzipien diskutieren. Die Teilnahme ist kostenlos! Meldet euch an bei lisa.zehetner@fft-duesseldorf.de.

 

machina eX macht sich sommerfein – und blickt noch schnell zurück

machina eX rollt die Kabel ein, knipst die Lichter von Arduino City aus und klappt die Mac Books zu. Denn: es sind Sommerferien.

Leicht erschöpft aber schwer glücklich blicken wir auf eine – man kann’s nicht anders sagen – nice Saison zurück. Wir haben rauchende Cryostasekammern und blinkende Weltkarten gebaut, Sektenchoräle komponiert und unsere Spielerinnen im postapokalyptischen, atomverseuchten Berlin vor die Wahl gestellt, die Menschheit leben zu lassen oder auszurotten. Mit WIR ABER ERWACHEN haben wir im Hebbel Am Ufer unser erstes abendfüllendes Spiel in Berlin gezeigt.

Dabei haben wir gelernt, dass wir die Technik, die Ausstattung und die Performance lieber früher zusammenlöten als später. Und dass Lungenentzündungen keine Pralinen sind. Aber auch und viel schöner haben wir gelernt, dass wir a) mittlerweile eine beträchtliche Stammspielerschaft haben und b) aus unseren Stammspielern harte machina eX-Cracks geworden sind, die unser Regelwerk auswendig kennen, ein Rätsel auf 100 Meter Entfernung erkennen und durch unsere Spiele preschen, dass den unerfahrenen Spielern nur das Staunen bleibt. Das hat dazu geführt, dass wir bereits ernsthaft überlegen, ob wir unsere Spiele nur noch mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden rausrücken dürfen: einen für die Beginner und einen für die Cracks. Ob sich das so gut umsetzen lässt, ist natürlich die Frage. Man stelle sich vor, ein Beginner und ein Crack befinden sich zufällig in einer liebevollen Konstellation zueinander und möchten das neue machina eX Game gemeinsam spielen. Was machen wir dann? Wird dann einer de- bzw. upgraded? Oder müssen wir ihnen das gemeinsame spielen verbieten? Dieses Problem muss für den Moment ungelöst bleiben. Das großartige an unseren Stammspielerinnen ist jedenfalls, dass sie nicht nur gut aussehen und klug sind, sondern dass sie uns ab jetzt zwingen werden, immer neue Objekte zu hacken, uns neue Rätselarten zu überlegen und die Spielerführung neu zu gestalten. Denn: Ihr wollt wiederkommen. Und wir wollen, dass Ihr wiederkommt.

Aber genug der Liebeserklärungen. Direkt nach dem Abbau von WIR ABER ERWACHEN sind wir ins Niki Lauda-Flugzeug gestiegen und haben uns samt 15’000 Gray-Bühnenbild nach Österreich verfrachten lassen. Hier haben wir unseren Einsatz (Pfand) bezahlt und unseren Heurigen (Wein) getrunken und Auslandspremiere gefeiert. Und auch hier auf dem Donaufestival haben wir was gelernt: Selbst bei der 100. Vorstellung von 15’000 Gray müssen wir damit rechnen, dass unsere Spieler Dinge tun, mit denen wir nicht gerechnet haben. Ich kann aus Spoilergründen leider nicht den genauen Tathergang beschreiben, nur so viel: eine Gruppe hat das letzte Rätsel zuerst gelöst. Und es war ein Schraubenzieher im Spiel. Den hatte sich jemand mitgebracht.

Äusserst amüsant war übrigens die Erfahrung, für Festivalpublikum zu spielen (damit meine ich jetzt natürlich das Musikfestival im Gegensatz zum Theaterfestival): Je später der Abend, desto unberechenbarer, heiterer und lauter die Spieler. Das war irgendwie schön.

Zurück in Berlin haben wir uns um die Hälfte verkleinert (die andere Hälfte wurde bzw. hat sich gen Studienabschluss geschickt) und um 1 vergrößert, nämlich um die wunderbare Sounddesignerin Malu Peeters, und sind für Die große Weltausstellung – The World is not fair (goodbye Matthias Lilienthal!) in den ehemaligen Spürhunde-Zwinger auf dem Flughafen Tempelhof eingezogen. Hier, in der Werkstatt des Metatron, haben wir uns neben Schleim- und Fliegenzucht (ersterer wollte immer austrocknen und letztere haben sich nach dem Schlüpfen einfach aus dem Staub gemacht, die Bastarde) mit den Problemen rumgeschlagen, die sich auftun wenn machina eX eine Installation erarbeitet. Verzichten wir auf die Performerinnen, stellt uns die Spielerführung vor einige Herausforderungen. Insbesondere, wenn es um die Lenkung von Aufmerksamkeit geht. Wie damals schon bei crypt [A] haben wir auch hier versucht, den Fokus der Spielerinnen durch Lichtführung zu lenken. Das war nur dann problematisch, wenn jemand auf die Idee kam unsere Lichtführung mit der eigenen Taschenlampe zu überleuchten oder gar das abgedunkelte Fenster aufzureissen, um besser sehen zu können (Momente, in denen sich Robin im Überwachungsraum die Haare rauft). Was wir auf dem Feld ausserdem lernen mussten: Anscheinend macht es niemandem Spass bei Regen durch eine Textilrutsche zu rutschen und auf einem triefend nassen Teppich zu landen (eine Entschuldigung hiermit an die entsetzten Journalisten und Besucher der ersten Runden). machina eX goes outdoors will noch geübt sein. Aber wir hatten einen Turm! Und eine Rutsche! Danke hierfür, Raumlabor.

Gestern haben wir nun den Schleim entsorgt (Respekt übrigens an alle Spieler, die ohne Handschuhe da rein gefasst haben), das Magische Quadrat demontiert und die ganze Technik zum Übersommern in Kisten verpackt. Nur kurz noch, bevor der Sommer losgeht, muss ich einige Kuriositäten erwähnen, die in meine kleine Chronologie der letzten Saison keinen Eingang gefunden haben. Nämlich:

- machina eX ist in den unberechenbaren Weiten des Netzes plötzlich als “the crazy Germans” auf amerikanischen Blogs aufgetaucht und weitergereicht worden, bis nach wired.com sogar.

- machina eX hat versucht mit Sonderschülern und Gymnasiasten zu arbeiten. Und festgestellt, dass die dieses Game-Ding gar nicht besonders cool finden. Und dass die meisten von ihnen eigentlich lieber einen Film gedreht, oder wenn’s sein muss halt klassisches Theater gespielt hätten. Beide Begegnungen (“TUSCH” und Jump & Run hiessen sie) mit Schule/Schülern/Lehrern haben wir aber glücklich, das heisst mit erfolgreich absolvierten Aufführungen, zu Ende gebracht.

- machina eX wäre fast von Eric Zimmerman (er sei hiermit erneut herzlich eingeladen) gespielt worden und ist ganz von Peaches gespielt worden (leichtes Erröten der Autorin an dieser Stelle).

- machina eX und das FFT Düsseldorf haben sich dank dem Doppelpass-Fonds der Kulturstiftung des Bundes zu einer zweijährigen Kooperation vereint, Game ON Stage ist ihr Name und beginnt mit Gastspiel und einem Barcamp im November. (Davon bald mehr.)

- machina eX hat der Homepage des Hauptstadtkulturfonds entnommen, dass da was geht. Eine Rückkehr ins Hebbel Am Ufer ist geplant, für nächstes Frühjahr, und zwar mit Mettigeln, Nadelstreifen und Faltblattanzeige.

So, genug reminisziert. Jetzt bestellt machina eX ungewöhnlich hohe Mengen an Büchern (z.B.: nach 24 Stunden Performance Rallye durch Westberlin (goodbye Mathias Lilienthal!) natürlich “Infinite Jest” von David Foster Wallace und: als Kontrastprogramm und aus gutem Grund auch die Gesamtwerke von Friedrich Schiller) und überlegt, welche Spiele sich für den Strand eignen (z.B.: das von Lasse und Yves gemeinsam mit den Rabtaldirndln getestete und für gut befundene Ultimate Frisbee und: das von den Kollegen von Invisible Playground neu entworfene “Lies In The Sand”).

Nach den vielen Wochen in abgedunkelten, untergeschossigen Räumen kaufe ich erstmal Sonnenmilch mit sehr hohem Schutzfaktor und sage goodbye, bis gleich*.

 

Yves zeigt, wie Sommer geht.

*In Zürich, genau: Gessnerallee, wo wir für die Saisoneröffnung unser erstes ferngesteuertes Spiel basteln. Ach so und davor noch kurz, als sommerliches Intermezzo, im WUK in Wien, wo wir mit den Rabtaldirndln im Jacuzzi baden.

[tutorial] how to get subtitles from Final Cut Pro or universalsubtitles.org to DVD Studio Pro without goin’ mad

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I like subtitling since there is this neat tool on the web called universalsubtitles.org . There you can sub your videoclips kind of like caraoke/guitar-hero-style which makes it a lot more relaxed than working everything with the titling or text tools build in final cut studio pro. at least for me it feels better and goes a lot faster with unisubs. but there is a little problem with that approach:
1. unisubs can export several file-formats used for subtitling, but none that DVD Studio Pro nor FCP can understand. (e.g. the .srt format that is used for subtitling youtube videos)
2. Final Cut Pro has the same problem in communicating with DVD Studio Pro.
but google & a nice french guy named Michael Cinquin and his lovely browser-tools helped:


How to make subtitles with DVD Studio Pro from Fincal Cut Pro or universalsubtitles

   1. Make your subtitles
       a) with universalsubtitles.org
       b) by hand with the titling or the text tool of FCP

   2. Export your Subtitles including the timecode
       a) via unisubs: go to “see subtitles”, click on download and choose .srt file)
       b) via FCP: go to “file > export > xml”, OK

   3. Convert your file into .stl- format so DVD Studio Pro can understand it
       a) with .srt -file: http://www.michaelcinquin.com/tools/subtitles/srt_to_dvdsp
       b) with .xml -file: http://www.michaelcinquin.com/tools/subtitles/import_subtitles_in_dvd_studio_pro

   4. Import your subtitles into your DVD Studio Project
       4.1) open your project and open the track your video is in
       4.2) right-click into the subtitle track (beneath the video and sound tracks marked with “S”)
       4.3) choose “import text-file” from the drop-down-menu

   5. Tada! Check your titles and enjoy.
       5.1) you can edit font size and style by hand with your texteditor of choice and a little help from:
       http://lern.hfbk-hamburg.de/dvdtutorial/6_4_untertitel.html (pretty easy to read)
       (you could also just write the whole file directly in this format as plain text and import it, but that’ll be too much work in most cases).

machina eX @ WASD Magazine

Laura hat mal wieder den Stift geschwungen für die erste Ausgabe des neue Gaming-Culture-Book-Magazine “WASD” die den trendigen Titel “tasty trash” trägt. Es geht so in etwa um Katzen, Super Mario, Kindheitserinnerungen und natürlich machina eX und überhaupt den ganzen Kram.

Bestellen kann man das hübsche Heft, das zudem noch angefüllt ist mit hübschen machinistischen Fotostrecken unter: www.wasd-magazin.de

Ganz abseits von ihren Eigenbeiträgen freut sich die maschine besonders weil es jetzt endlich wieder ein deutschsprachiges Printmagazin zu Spielekultur gibt. Yeeeehaaa!

maschinenliebe vol.01 – für bombenbauer und andere dilettanten

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wir wissen immer noch nicht was wir tun. das ist auch gut so. und darüber haben wir jetzt nicht nur in den beiden bänden “Es geht auch anders:” und “Phase 0″ geschrieben – wir haben uns sogar hingesetzt und mal ein paar sachen zusammengetragen um euch zu zeigen, woraus unsere game-engine eigentlich gemacht ist. draus geworden ist, mit einiger hilfe, ein kleines rezeptheftchen, mit dem ihr unsere zeitbombe aus 15.000 Gray nachbauen könnt und noch ein paar nützliche andere dinge.

das ganze findet ihr ab sofort auch immer unter about > publikationen.

im zweiten halbjahr 2012 gibt es dann hoffentlich vol. 02 und 03 mit fernseher-schaltenden trimmdich-rädern, telefonhacks und einer kleinen einführung in rfid-spielereien und magischen transistorschaltungen… und wer weiß, vielleicht finden es dann auch ein bisschen pappe und garn in die maschinenliebe. so oder so: wir hoffen, ihr bastelt fröhlich.

Beta Test absolviert – neues Level freigeschaltet!

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Dienstag 18:30 Uhr. Noch hat es nicht angefangen zu regnen. Die Spieler finden sich in kleinen Grüppchen zusammen und warten auf den Anfang des Games. Einer fragt: “Auf was muss ich mich da einstellen? Wie schwer sind die Rätsel?” – was er noch nicht weiß, genau um diese Frage geht es. Und so stolpern die 12 Versuchskaninchen ins Labor – Der erste offizielle Beta Test des neuen Games “WIR ABER ERWACHEN-… aus Jahren der Kälte in einen jungen strahlenden Tag” hat begonnen.

Über 2 Stunden lang rätseln sich die Spieler durch die Gänge und Räume des Bunkers (aka des HAU2 Kellers). Da gilt es die Cyrostase zu überwinden, die Sauerstoffzufuhr zu regeln, genauso wie die Machenschaften der drei WissenschaftlerInnen zu durchschauen. Und wie sieht es eigentlich draußen aus, im Berlin des Jahres 2092?

Die Nachbesprechung um 21:45 Uhr ergibt Begeisterung bei den Spielern und Erschöpfung im Team. Richtig erleichtert sind die Techniker und Programmierer – (fast) alles hat funktioniert. Noch ein wenig fine tuning und dann in 7 Tagen Premiere feiern!
Eine Frage bleibt offen: Yves, der zur Zeit von Anton als Zweitbesetzung ersetzt wird muss sich noch gesund kurieren. Drückt ihm die Daumen!
Task für den nächsten Beta Test: Mache aus 2 Stunden 80 Minuten! Und los!

6d 61 63 68 69 6e 61 20 65 78 20 32 30 31 31

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300-600m Schukokabel
80m 3,5mm Klinke
20-80m 6,35mm Klinke
200m Schaltlitze
12 DMX-Dimmerkanäle
3 Überwachungskamera
3 Überwachungsmonitore
2 Aktivboxen
3 4.1 Lautsprechersysteme
1 Lautsprecher batteriebetrieben
2 PS2-Tastaturen
200m Gaffertape (weiß und schwarz)
1 VGA Multiplier
60m VGA Kabel
1 DMXUSBPro Box
1 Buttonmatrix
6 Arduino Boards
1 FTDI/TTL-USB-Wandler
2 XBee-Module Typ1 zzgl. je 1 adafruit XBee BreakoutBoard
ca. 300g Lötzinn

1 Telefon
1 Morsetaster
6-7 Röhrenmonitore
6 Aktenordner
1 Fake Zeitungsartikel
ca. 80qm Zeitungspapier
2 Arduino-Zeitbomben ( je 1 Gürtel, 2 1/4″ Rohrstücke, 4 1/4″ Rohrstopfen)
1 Zahlenschloss dass immer ausfällt und dann doch geht
5 Laborkittel
1 Counter für irgendwelche Elektromagnetische Strahlung
2 Kleintierkäfige
3 IKEA Hängelampen
7 Klemm- und Schreibtischlampen
20 Petrischalen
2 Reagenzglashalter
6 Reagenzgläser
1 Probengefäßhalter
5 Probengefäße
9 Minuten Einzelbildanimationen
8kg Kaffeepulver
250ml Kondensmilch
1 Radio
200 EUR Grünpflanzen
1 Partykeller
1 Plattenspieler
UV-Farbe
4 Medizinfläschchen
2 Polizeiuniformen, unisex unisize (more or less)
2 Pistolenreplika
1 Spielzeugrevolver
2 Walkie-Talkies
xx qm Lochrasterplatten
40 Leuchstoffröhren
40 Farbfolien effekt-rot und -blau
ca 5kg Platinenschrott
2 Schachfiguren
1 Nadeldrucker (mittelalterlich)
1 Switch-Box
1 Case mit schönen LEDs
6 Bilderrahmen IKEA schwarz
6 Filmstills
6 LEDTaschenlampen
> 40 6,35mm Klinkenbuchsen plastik (lost)
16 6,35mm Klinkenpatchkabel (lost)
20 Minuten deutscher Schlager
40 Minuten Jazz
5 Minuten Filmsoundtracks
10 Minuten selbstkomponierter Elektrosoundtrack

80* 15.000 Gray
20* Crypta
60* X Wohnungen
9 Städte
15 Veranstaltungen
80 Tage unterwegs
3 Workshops
2 Konferenzen
x Besprechungen
9 Monate
120% geschätzte Auslastung

jetzt 80% Urlaub.

die maschine liebt euch.

Eröffung von crypt [A]

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Seit Wochen wurde gewerkelt, gebaut, geflucht und sich über den kleinsten Fortschritt gefreut. Jetzt ist es soweit: Der Keller ist vom Staub und Dreck der letzten Jahrzehnte gesäubert (zumindest fast), das Gerümpel wurde entfernt und die verschimmelten Spinnen von den Wänden gepflückt. Verschimmelte Spinnen? Das konnte ich zu erst auch nicht glauben, aber es gibt sie (lest nach!) und sie sorgten dafür, dass das machina eX Team nun Atemmasken besitzt. Ich hab mir erzählen lassen, dass man nicht aufs erstbeste Modell vertrauen darf, auch bei Atemmasken gibt es qualitative Unterschiede und es ist nicht alles wirksam was glänzt.

Bestimmt wird hier demnächst auch ein Erfahrungsbericht aus erster Hand des schufftenden und entwickelnden machina eX – Teams (Robin Krause, Laura Schäffer, Lasse Marburg, Mathias Prinz und, zum ersten Mal als Ausstatterin mit dabei, Julia Hundt) gepostet. Die befinden sich zur Zeit mitten in der heißen Test- und Optimierungsphase kurz vor der Eröffnung.
Von mir, die das Meiste in sicherer Entfernung aus Berlin verfolgte, gibt es zunächst ein paar wichtige Informationen zur Präsentation von crypt [A]:

hub.kunst.diskurs präsentiert im Rahmen des Ausstellungsprogramms support machina eX mit der machinistische Rauminstallation crypt [A] und lädt euch herzlich zur Eröffnung ein:

Eröffnung: crypt [A]
31. August 2011 um 19:30Uhr
Blauen Halle der EISFABRIK (Seilerstraße 15D, 30171 Hannover)
Eintritt frei

machina eX freut sich besonders dass PD Dr. Mathias Mertens, der Medienwissenschaft und Medienästhetik an der Universität Hildesheim lehrt, zur Eröffnung sprechen wird. machina eX schätzt Ihn persönlich als Computerspiel- und Nerd-Experte.

crypt [A] :
Stell dir eine Rauminstallation vor, deren aktiver Teil du werden musst, um sie Dir zu erschließen. Die eine Geschichte erzählt, die sich mit deiner Wahrnehmung und deinem Handeln verbindet. Dabei kannst du alles anfassen, ausprobieren und verändern.
machina eX konstruiert interaktive Situationen – Computerspiele in lebensechter Grafik.

Das Projekt:
In seinem Jahresprogramm support beschäftigt sich hub:kunst.diskurs mit der Möglichkeit, Kultur durch künstlerische Praxis zu diskutieren: Der Kunstverein präsentiert in diesem Jahr support acts, also Vorbands für andere Kulturveranstalter. machina eX wurde vom Hebbel-am-Ufer in Berlin vorgeschlagen und ist das zweite Projekt in dieser Reihe.
Die Aufgabe bestand darin Künstler zu nominieren, die die Arbeit von machina eX mit Mitteln der Bildenden Kunst erweitern, vertiefen oder hinterfragen. machina eX wählte dazu Künstler aus den eigenen Reihen, welche die aktuell erzählten Geschichten auf eine partizipatorische Rauminstallation übertragen: als prequel, also als Vorgeschichte einer großen Theaterproduktion im Hebbel am Ufer im kommenden Jahr.

machina eX: crypt [A] ist ein Projekt zwischen den Disziplinen: Bildende Kunst, Theater und Computerspiel. Es verweigert sich klarer Zuordnung und wirft damit neue Fragestellungen (und alte neu) auf.

crypt [A] wird bis zum 11.September 2011 spielbar sein. Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten: Fr / Sa, 16.00 bis 20.00 Uhr
So, 14.00 bis 18.00 Uhr

Während des Hannoverschen Kunstvolkslaufs ZINNOBER wird crypt [A] ebenfalls zu spielen sein.
Kunstvolkslauf ZINNOBER: 03. September, 12.00 bis 19.00 Uhr und
04. September, 11.00 bis 19.00 Uhr
Künstlergespräch mit machina eX: 03. September, 14Uhr

Das Projekt wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Stiftung Niedersachsen sowie den EISFABRIK e.V. (die EISFABRIK wird institutionell gefördert aus Mitteln des Kulturbüros Hannover). Es findet statt in Kooperation mit dem Hebbel am Ufer in Berlin.

So eine Rauminstallation, so ein Spiel habt ihr noch nicht gesehen. Ich verspreche auch es gibt keine Spinnen mehr!

the cake is a_li(v)e

dsc_0234-kopie gefragt was “kafkaesk” eigentlich bedeuten soll, fielen mir als erstes grausame monochrome bilder von verzerrten fleischlichen wesen zwischen maschinenteilen ein, dann die sprechende käferschreibmaschine aus david cronenbergs naked lunch und dann der absurde haufen nutzloser, menschenunwürdiger bürokratie, der machina ex und vor allem laura schäffer seit wochen verfolgt. wie die alpträume von dem papiermonstersamurai, die sam lowry, die hauptfigur in terry gilliams “brazil” immer wieder heimsuchen, zermalmt der wust aus rechts- besitz- und haftungs-anspruchsregelungen zusammen mit dem hirn der bürokratie, dem steuer- und gewerberecht alles unter seinen füßen. dabei wankt das grässliche wesen aus antragsformularen, ausnahmeregelungen und nie zutreffenden gesetzen unaufhaltsam auf uns zu und verdirbt dabei so einiges: spaß am zusammensein zum beispiel. ich kann bei mir schon seit geraumer zeit feststellen, dass der druck den radikaldemokratische kollektivarbeit auf meine position als verantwortlicher und organisator des kollektivs ausübt, mich allein schon zum wahnsinn treiben kann: die absurdität von arbeitszeit zu lohn geschweigedenn position innerhalb des sozialgeflechts machina ex reibt schon zu genüge auf und wird nur gelindert durch die gelegentlichen zusammentreffen bei bier und in unbeschwertem visionärem schwelgen was da sonst doch noch alles so möglich wäre. aber seitdem klar ist, dass wir uns eine körperschaft zulegen müssen, ein rechtskräftiges gebilde, bei dem wir alle gleich beteiligt und gleichermaßen schuld sind, in dem wir uns gegenseitig gelder zur verfügung stellen, die unter bestimmten Umständen gegen unseren Willen verwendet werden könnten, seitdem wir uns vertrauen müssen und gleichzeitig mit unseren eltern und anwälten versuchen uns voreinander zu beschützen, jede scheiß klausel in jedem scheiß ausnahmefall besprechen müssen um am ende alle kein stück mehr abgesichert zu sein sondern uns nur noch mehr zu verheddern in dem endlospapier, dass aus dem maul des bürokratischen leviathan rattert, unbarmherzig, in dem ich mich verknote und verheddere und die die ich einst freunde nannte nur noch als potenzielle betrüger und ausbeuterinnen betrachten kann. zwischen all dem geht mir mehr und mehr verloren, was wir eigentlich wollten: etwas neues bauen. leuten etwas gutes näher bringen. gemeinsam mit den coolsten leuten geilen scheiß machen. je weiter ich vordringe in die gefilde des nichtmehrnursorumprobierenssondernauchendlichmalerwachsenspielenmüssen desto mehr verstehe ich warum sam lowry eigentlich nur ein einfaches rädchen im getriebe sein will, verstehe ich die vorzüge der gleichförmigen lohnarbeit, die mir immer als das menschenunwürdigste erschien, verstehe ich, warum man sich den bürokratischen ungeheuern hingibt und ihnen die flöe aus den stinkenden zotteln und die käfer aus den zahnräder puhlt. und trotzdem hoffe ich nicht alle zu verlieren, die mir was bedeuteten, zwischen neid und vorsicht, zwischen regelungen und verpflichtungen, zwischen verantwortung und honorarverhandlungen. ich hoffe dass ich doch noch ein bisschen echte freiheit behalten kann, dass ich nicht beginne zu glauben dass der kuchen am ende doch die wahrheit ist und ich nur unwürdig ihn zu bekommen.

Köpper vom Dreier

dsc_0106Das Dockville-Kunstcamp war unser Drei-Meter-Turm in die Sommerpause. Da haben wir nochmal schön einen alten Laborraum ohne technische Infrastruktur at all fit und bespielbar gemacht und allerhand nützliche Dinge für kommende Abenteuer ausgebaut (riesige Zahlen-Anzeigen, Schilder, Schutzbrillenhalter, Apparate, die wir noch nicht verstehen). Haben nochmal schön ein paar Tage dort dem Professor die Handschellen und den Bomben-Gürtel angelegt und es dem Publikum überlassen, ihn zu retten.
Wir haben wichtige Erfahrungen mit Red Bull Flatrate-Trinken und Fladenbrot mit Gemüse Flatrate-Essen gemacht und es nie weit ins Bett gehabt, denn unser Gemeinschafts-Schlafraum war nur eine Etage tiefer.
Ein bisschen wie Home-office: Sich hoch ins Labor setzen und irgendwas basteln, wenn man nicht mehr schlafen kann (oder man seinen Schlafsack vergessen hat und es zu kalt ist zum Schlafen).
Und ein bisschen wie Jugendherberge: Morgens eine Runde durch den Schlafsaal drehen und Fotos von den Schlafenden machen. Irgendwie unangenehm geweckt werden. Kollektiv aufwachen und sehen, wie alle so nach dem Aufwachen aussehen.
Ein bisschen wie Camping auch: Am Lagerfeuer sitzen und über die Heteronormativität sprechen. Die Zahnbürste vorsorglich mit zum Feuer (oder zum Rave, direkt daneben) nehmen, weil der Waschraum auf dem Weg zum Zelt liegt.
Wie immer hatten wir joy und fun, nur leider diesmal keine seasons in the sun. Dabei wäre das sowohl für uns, als auch für das Festival, kacke, für wahrscheinlich jeden anderen in diesem Land auch, so wünschenswert gewesen, sollte es doch der Auftakt zur SOMMERpause werden. Dennoch: Auch wenn das Wort weiterhin nicht halten sollte, was es verspricht, haben wir “sommerfest” gemacht und einen neuner-Pack neue Nerd-Brillen und für jeden ein Exemplar “Erwachsenwerden leicht gemacht” bestellt und unseren GbR-Vertrag durchgearbeitet, um im Herbst endlich eine schicke, anständige Körperschaft zu sein. Aber bis dahin werden wir jetzt erstmal schön vor dem Fernseher gammeln, hart chillen, einfach garnichts machen, zocken, bis die Augen brennen, Diplomarbeiten schreiben, jobben, verreisen, bzw. ein Teil von uns wird sich bereits in zwei Wochen für einige Zeit im Kunstverein in Hannover verschanzen, um eine spielbare Installation zu entwickeln. Also: Köpper!