machina ex: theatrale point'n'click adventures in lebensechter graphik

Das schönste, was je auf dem Impulse passiert ist, von allem auf der ganzen Welt mit Sahne obendrauf.

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Auf das Impulse überhaupt eingeladen zu werden war für uns eine irre Freude. Auf dem Festival selbst wurden wir so gut behandelt wie selten von irgendwem. Ich zum Beispiel wurde vom Bahnhof abgeholt, gründlich instruiert und herzlich willkommen geheißen (danke, Alicia). Außer Alicia hat mich aber gefühlt jeder, der mit dem Festival etwas zu tun hatte mindestens einmal gefragt, wie mir ginge und ob alles in Ordnung sei. Schön.

Bei einer unserer letzten Vorstellungen begegnete uns eine sehr agile und aufgeweckte Gruppe Spieler, die hochmotiviert rätselten und uns nach der Vorstellung offenherzig Begeisterung aussprachen. Später am Abend trafen wir drei dieser Spieler auf einer Party des Impulse wieder. Sie berichteten uns, dass sie den ganzen Tag miteinander verbracht und über machina eX diskutiert hatten. Das wäre schon schön genug, aber der Witz ist: Diese Leute kannten sich vorher nicht. machina eX hat also zum ersten dokumentierten Male irgendwelche Menschen zu Freunden gemacht.

Ich glaube, wenn es um Kultur geht, vergessen wir manchmal, dass es dabei auch um Freunde geht. »Inter-Reaktivität«, »Selbstreferentialität«, »Hyperrealismus« sind Wörter, die uns leicht über die Lippen gehen. Viel schwieriger ist es zu sagen: »Ich mag das gerne, weil ich es mit meinen Freunden zusammen machen kann.« Oder: »Mindestens genau so wichtig wie die Sache selbst ist es mir, hinterher darüber zu reden.« Sowas gesteht man sich höchstens manchmal selber ein.

Mit 15 liebte ich an Heavy-Metal vor allen Dingen meine Freunde, die auch Heavy-Metal liebten (oder: mich liebten). Ja, es ging bei der Sache auch um Heavy-Metal, mit, sagen wir, Wildschweinjagt hätte man mir nicht kommen können. Ich musste übrigens lange überlegen, bis ich im vorherigen Satz auf etwas gekommen war, was ich auch mit den richtigen Leuten nicht machen würde.

Vielleicht fällt uns die soziale Seite der Kultur beim Spielen leichter als beim Bücherlesen. Meinetwegen ist das im Gegenstand angelegt. Ganz bestimmt gibt es im Literaturbereich mehr Eremiten als im Brettspielmilieu. Ganz bestimmt sind die meisten davon Poser. Klar gibt es Leute, die »nur für sich« rezipieren wollen. Alle anderen sollten jedoch keine Scheu haben, loszulabern. Für die Impulse-Freunde gilt, dass ich es unglaublich mutig finde, aufeinander zuzugehen und sich gegenseitig zu sagen, dass einem etwas gefallen hat. Handküsse an euch.