DAS PROJEKT
Allgemeines Portofolio zum downloaden: Portfolio_general
machina eX ist eine Gruppe junger Theater- Computerspiel- und Medienmacherinnen, die Technologie & Kultur zusammenbringen. Mit Hilfe von Mikrokontrollern, Lust an spannenden Geschichten, einem Haufen Theatererfahrung, den Computerprogrammen Max/MSP; Arduino, Ableton Live und Processing und einer Menge Kabel und Stiften bauen wir theatrale Rauminstallationen, die alle Komponenten eines Computerspiels mit denen eines Theaterabends zusammenbringen.
Wir machen theatrale Point ‘n Click -Adventures, Computerspiele in lebensechter Grafik.
(point ‘n’ click) adventure: Computerspielgenre bei dem es nicht um schnelle Reaktion sondern um Rätsellösungen geht, die den Verlauf der Geschichte voran treiben.
bekannte Beispiele: Monkey Island; Machinarium; Day Of The Tentacle; Fahrenheit; Simon The Sorcerer; Sam and Max uvm.
theatral: szenisch, arbeitend mit Mitteln und Komponenten des Theaters (Raum, Körper, Liveness etc.).
WIE WIR DAS MACHEN
Wir entwickeln eine Geschichte anhand der Räume, die uns zur Verfügung stehen. Wir bringen die Geschichten in die Räume, durch ihre Figuren, ihre Objekte, ihre Geräusche, ihre Historie und ihre Leerstellen. Wir machen die Räume zu Erzählern. Wir machen die Geschichte zum Spiel. Wir machen das Publikum zum Spieler.
Mit Hilfe von Sensoren, Elektronik, Computerprogrammen, Open Source Hard- und Software… wird ein inter-reaktiver Raum geschaffen, indem die Performer, als die Figuren des Spiels und das Publikum, als die Spieler der Spiels, den Abend verbringen. Der Raum hat eine Geschichte, die Figuren kennen sie, sie sind Teil davon. Die Spieler folgen den Figuren, untersuchen den Raum, um diese Geschichte zu erfahren. Immer wieder hakt die Erzählung oder die Handlung der Figuren. Die Aufgabe der Spieler ist dann, durch Lösen eines Rätsels, durch die Verwendung der Gegenstände im Raum, sie zum Weitergehen zu bringen, den Geistern in der Maschine helfen, ihren Weg zu finden. Nur indem sie eingreifen, erfahren sie die Geschichte..
Es ist ein Computerspiel, nur, dass man anstatt vor dem Bildschirm zu sitzen, mitten in seiner Realität steht.
Türen lassen sich wirklich nicht öffnen, Licht geht aus, man kann alles anfassen…
WARUM WIR DAS MACHEN
Wir glauben, dass man die Wirklichkeit am besten spielend wahrnimmt. Und zwar das ganze Leben lang.
Und wenn wir ehrlich sind, ist es auch das, was wir den ganzen Tag tun. Wir spielen mit unserem Essen, wir spielen mit Identitäten, mit unserer Umwelt, wir spielen mit unseren Partnern, wir spielen ständig mit irgendwelchen Gedanken. Wir tun es mit dem Ernst, den es braucht, damit es „das echte Leben ist“. Aber vielleicht ist das im Grunde genau der gleiche Ernst, mit dem wir früher Mensch-ärger-dich-nicht gespielt haben.
Wir glauben, dass es gut ist, sich selbst die Spielregeln zu erarbeiten, nach denen alles funktioniert. Wir glauben, dass das, was man selbst herausgefunden hat, die größere Kraft hat. Wir glauben, dass es gut ist, Strategien zu entwickeln, Rätsel zu lösen.
Wir wissen, dass Computerspiele besser sind, als ihr Ruf, aber nicht weit genug gehen, nicht weit genug in die Wirklichkeit hineinragen.
Wir wissen, dass man Theater über Gaming und Gaming über Theater vermitteln kann.
Wir wissen, dass (Computer)Spiele und Theater sich soviel geben können, dass eine ganz neue Erlebnisqualität entsteht.
Und: Wir wissen, wie es geht (so’n bisschen zumindest)
INTERDISZIPLINÄRE FORSCHUNG & PARTIZIPATORISCHE THEATERPRAXIS
Die Projekte arbeiten sowohl aufführungsorientiert als auch forschend: machina eX arbeitet meist mit Proben-Publika (Beta-TesterInnen), mit denen wir die verschiedenen Phasen der Produktion auf ihre Lauffähigkeit testen werden.
Zentrum eines Projekts ist, spezifische Formen des theatralen und ästhtischen Ausdrucks wie Schauspiel, Körperlichkeit, Räumlichkeit und Liveness zu sezieren und mit den Prinzipien des (Computer-)Spiels zu verbinden. Wir bewegen uns zwischen Game-Design, Theater, Film, Medien- und bildender Kunst (auch wenn wir das Wort nicht so gern mögen) und füllen so eine oft beklagte Lücke: Die praktische Auseinandersetzung mit interdisziplinären Formaten. Das ist sowohl für das Theater, das in einer Besucherkrise steckt, als auch für das aktuell immer noch viel diskutierte Computerspiel und die relativ junge Disziplin der Medienkunst eine ergiebige Verbindung. Wir entwickeln diese medientheatralen Adventures mithilfe von Theatermitteln ebenso wie mithilfe von Open Source Hardware und den Programmieroberflächen Max/MSP, Arduino und Processing.
Die Dokumentation der Arbeit wird schon während der Probenphasen hier auf unserem Blog präsentiert und aufgearbeitet werden. Dabei werden alle Beteiligten in verschiedensten Formaten (Essay, wissenschaftliche Texte, Videos, Tondateien, Skizzen und Fotos) über die Arbeit berichten. So entsteht ein Pool aus Nebenprodukten und Texten über unsere Arbeit.
- unaufgeräumter und aufgeräumter patch in Max/MSP








